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Wie sich Product Hunt auf unser Wachstum ausgewirkt hat

Christopher Diesing Gepostet am 1 Februar, 2016 0 Comments
Es gibt viele Plattformen, die den schnellen Erfolg von Startups versprechen: Sei es nun Betalist, Hacker News oder Product Hunt - alle funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Neue Produkte oder Startups werden auf der Seite gepostet und können von den Nutzer der Seite mit einem Upvote belegt werden. Beliebte Produkte landen erwartungsgemäß weiter oben in der Liste, wodurch diese leichter wahrgenommen werden können und dementsprechend mehr geklickt werden.

Die Zahl der Erfolgsgeschichten, die über solche Plattformen bekannt wurden, ist auf den ersten Blick groß. Periscope wurde über Product Hunt zum gefeierten Startup, ebenso wurde der allgemeine Liebling Ship Your Enemies Glitter über die gleiche Seite berühmt, und Dropbox hielt mehrere Tage den Top-Spot auf Hacker News inne, bevor es letztendlich berühmt wurde.

Diese Geschichten klingen traumhaft und lassen jeden Gründer / Mitarbeiter eines Startups davon hoffen in die gleiche Situation zu kommen. Also machten wir uns auch daran auf diesen Plattformen gefeatured zu werden - um selbst überrascht zu werden.

Wie wurden wir auf Product Hunt gefeatured?

Über einen Twitter-Account kann sich jeder auf Product Hunt registrieren, und zugleich einen Tipp einreichen. Als wir vor 2 Jahren zum ersten Mal auf den Gedanken kamen Stackfield auf Product Hunt platzieren zu wollen, gab es ein Formular, über welches man Vorschläge einreichen konnte. Diese Vorschläge sollten anschließend von den Machern der Seite geprüft werden. Dies klang für uns sinnvoll, also füllten wir das Formular aus und warteten darauf, dass unser Vorschlag geprüft wurde. Nachdem einige Wochen verstrichen waren und unser Produkt immer noch nicht gelistet worden war, setzte die erste Enttäuschung ein. Von der Hoffnung angetrieben über die Plattform groß rauszukommen, füllten wir das Formular erneut aus und warteten. Wieder vergingen einige Wochen, bis ich zufälligerweise mit einem Gründer aus Schweden über sein neues Produkt chattete, welches ich auf Product Hunt gefunden hatte. Er erklärte mir netterweise, dass die Listung nur durch Nutzer erfolgen kann, die eine Einladung zu Product Hunt erhalten haben und hierdurch als Contributor eingestuft werden. Gleichzeitig bot er mir an, Stackfield hinzuzufügen und lud mich direkt zu Product Hunt ein - all die Wochen des Wartens waren umsonst, aber dafür waren wir nun innerhalb von 5 Minuten auf Product Hunt vertreten.

Was hat es tatsächlich gebracht?

Wir wurden am 15.01.2015 auf Product Hunt aufgenommen, wobei wir an diesem Tag 3142 Besucher durch Product Hunt auf unserer Seite hatten. Für ein Startup ist dies ein durchaus guter Wert, da diese mit klassischem Marketing viel Geld kosten würden. Allerdings wurden wir dann eben doch überrascht, und zwar in negativer Weise: Die durchschnittliche Besuchsdauer der Besucher lag bei lediglich 49 Sekunden, und lediglich 0,92 % der Besucher haben sich registriert - und dies zu einem Zeitpunkt, zu dem wir mit Stackfield noch kostenlose Accounts bzw. das Freemium-Modell angeboten haben. Allerdings bringt Product Hunt bis heute weitere Besucher auf unsere Seite. Ein Jahr nach dem ersten Erscheinen auf der Seite kamen nun 5628 Besucher auf unsere Seite. Die Conversion Rate ist mit 1,16 % allerdings nahezu gleich geblieben.

Was haben wir daraus gelernt?

Mit unseren Zahlen liegen wir anscheinend im gleichen Bereich wie andere Startups. Die Zahlen sind zwar ernüchternd und wir haben uns natürlich mehr erhofft. Allerdings haben wir von einigen Nutzern wertvolles Feedback erhalten. Auch wenn sich nicht viele registriert haben (das Tracking von Google ist in diesem Bereich nicht ideal gestaltet und verzerrt etwas die Zahlen), haben wir wertvolles Feedback erhalten, welches mitunter in das Redesign von Stackfield eingeflossen ist. Bei der Nutzung solcher Portale muss man sich schlussendlich immer bewusst sein welches Zielpublikum angesprochen wird, in diesem Fall sind es die Early Adopters, die hervorragendes Feedback geben können, aber eben nichts der Mainstream, der die Masse ausmacht.

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Über den Autor:
Christopher Diesing ist der CMO von Stackfield. Er widmet sich leidenschaftlich gerne dem Produkt Design und ebenso der Photographie.
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