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Mehr Produktivität durch motivierte Mitarbeiter

Lena WimmerLena Wimmer Gepostet am 25 Juni, 2019
Zweifellos ist den Führungskräften bewusst, dass es für eine erfolgreiche Zusammenarbeit entscheidend ist, die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen. Was aber, wenn es darum geht, diese Personen motiviert und zufrieden zu halten? Ist es überhaupt notwendig, sich darüber Gedanken zu machen? Ja, definitiv!

Heutzutage sollte es nicht nur das Ziel eines jeden Arbeitgebers sein, fähige Mitarbeiter einzustellen. Wichtig ist auch, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sie sich wohl fühlen, denn unzufriedene Mitarbeiter neigen nicht nur zu geminderter Produktivität. Verfügen sie über gefragte Fertigkeiten und Kenntnisse, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie von anderen Arbeitgebern abgeworben werden. Um ein gutes Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gewährleisten, müssen Vorgesetzte Bedingungen schaffen, unter denen sie auch selbst gerne arbeiten würden. Wir erklären, wie sich dieses Ziel am besten umsetzen lässt.

Sind meine Mitarbeiter wirklich motiviert?

Ein "engagierter Mitarbeiter" zeigt Enthusiasmus. Er geht in seinem Job auf und hat keine Angst davor, proaktiv zu sein, wenn es um die Interessen und den Ruf der Organisation geht. Klingt nach dem Idealen Mitarbeiter, nicht wahr? Laut Gallup sind allerdings nur 15% der Mitarbeiter weltweit wirklich motiviert, wenn es um die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit geht.

Was bedeutet das für Unternehmen? Tatsächlich haben unmotivierte Mitarbeiter aus verschiedenen Gründen direkte (und vor allem negative) Auswirkungen auf das Unternehmen. Erstens verspüren solche Mitarbeiter eine gewisse Gleichgültigkeit in Bezug auf die Arbeit, was bedeutet, dass sie sich nicht mehr bemühen und weitaus häufiger abwesend sind. Zweitens suchen sie geradezu nach einer Möglichkeit, dem Unternehmen den Rücken kehren zu können. Unmotivierte Mitarbeiter verursachen daher Kosten und können dem Umsatz eines Unternehmens massiv schaden. Nicht ungeachtet bleiben soll außerdem die Tatsache, dass die Unzufriedenheit der Mitarbeiter - insbesondere im Service - auch von Kunden leicht wahrgenommen wird.

All dies kann den Erfolg stark beeinflussen. Tatsächlich verzeichnen Unternehmen mit engagierten Mitarbeitern eine Umsatzsteigerung, die um das Zweieinhalbfache höher ist, als die von Unternehmen mit weniger engagierten Teams. So jedenfalls berichtet Bain & Company.

Was sind die Gründe für geringes Engagement?

Für einen derart hohen Anteil an Mitarbeitern mit Motivationsdefizit muss es gute Gründe geben. Zunächst einmal fühlen sich die Menschen nicht motiviert, wenn sie ihren Führungskräften nicht vertrauen. Vertrauen erfordert jedoch Verlässlichkeit (das Einhalten von Versprechen) und nicht zuletzt auch eine offene Kommunikation. Diese ist jedoch weniger häufig vorhanden als man denkt.

Apropos Kommunikation: Viele Mitarbeiter haben Probleme, die sie ungern offen ansprechen möchten. Dieses „nicht frei fühlen zu sprechen” zusammen mit mangelndem Vertrauen im eigenen Team führt oftmals zu schlechter Stimmung und folglich auch zu einer geminderten Arbeitsmoral. Genau deshalb ist es für die Mitarbeiter wichtig, ein Teamgefühl zu entwickeln. Sie sollten sich immer wertvoll für ihre Organisation fühlen und das „große Ganze“ im Hinterkopf behalten.

Das Gefühl, wertgeschätzt zu werden, ist ein wichtiger Faktor. Konstante Anreize helfen dabei dieses hoch zu halten. Tagtäglich dieselbe Arbeit zu verrichten – für denselben Verdienst und unter den gleichen Bedingungen – wird schnell frustrierend. Ohne Anreize verliert die Belegschaft früher oder später ihren Antrieb. Deshalb ist es auch wichtig, dass ein Mitarbeiter wachsen kann und Aufstiegschancen für seine Karriere sieht. Fühlen sich Mitarbeiter so, als stünden sie in einer Sackgasse, führt dies schlussendlich nicht nur zu einem Motivationsdefizit sondern auch zu einer hohen Fluktuation im Unternehmen.

Geringe Motivation erkennen und behandeln

Sagen wir es mal so: Mitarbeiter, die sich am Arbeitsplatz wohl fühlen, ihren Führungskräften vertrauen und optimistisch in ihre Zukunft blicken, sollten sich nicht so schnell unmotiviert fühlen. Es lohnt sich jedoch, die genauen Ursachen und Anzeichen für zu geringes Engagement zu kennen und zu lernen, sich in die Mitarbeiter hineinzufühlen. Nur so lässt sich ein angenehmes und produktives Arbeitsumfeld schaffen.

Die häufigsten Anzeichen unmotivierter Mitarbeiter:

Entschuldigungen. Werden zu viele Entschuldigungen vorgetragen, so könnte sich dies um ein Anzeigen für fehlende Motivation handeln. In solchen Situationen ist es jedoch auch wichtig, sicher zu stellen, dass Ausreden nicht gerechtfertigt sind (z. B. durch Probleme zwischen Teammitgliedern oder eine hohe Arbeitsbelastung).

Distanzierung. Wenn ein Mitarbeiter nicht wirklich an Besprechungen teilnimmt und keine Ideen oder Beiträge liefert, kann dies bedeuten, dass er oder sie sich ausgebrannt oder unmotiviert fühlt.

Fehlzeiten. Geringes Engagement erkennt man oft auch daran, dass gute Gründe dafür gefunden werden, um zu spät zu kommen, früh zu gehen oder sogar von der Arbeit fern zu bleiben.

Ignoranz. Die ständige Nichteinhaltung von Terminen oder das Fernbleiben von Besprechungen sollte ebenfalls Anlass zur Sorge geben, insbesondere wenn sie für ein Projekt unerlässlich sind.

Mangelnde Einsatzbereitschaft verringert die Produktivität und kostet Geld. Es gilt, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen und sinnvolle Lösungen zu finden. Damit es jedoch gar nicht erst so weit kommt, sollten Vorkehrungen getroffen werden, durch die Mitarbeiter engagiert bleiben.

So bleiben Mitarbeiter motiviert

  • 38% der Arbeitnehmer geben an, dass es ihre Arbeitsleistung beeinflusst, wenn sie glücklich oder unglücklich auf der Arbeit sind. (One4all)
  • Die wichtigsten Faktoren für Zufriedenheit am Arbeitsplatz: die neuesten digitalen und technologischen Kenntnisse zu besitzen; Spar- oder Finanzhilfeprogramme und eine angemessene Anzahl an Urlaubstagen (Randstad)
  • 61% der Mitarbeiter wünschen sich ansprechende und komfortable Arbeitsbereiche, Flexibilität am Arbeitsplatz (53%), Vergünstigungen (47%) und Arbeitsplätze, die Lernmöglichkeiten bieten (32%). (Clutch)
  • 42% der Mitarbeiter sehen im Lernerfolg und in der persönlichen Entwicklung die wichtigsten Faktoren für die Entscheidung, welcher Arbeitsplatz der richtige ist. (Udemy)
  • 97% der Arbeitnehmer bevorzugen es, selbst über die Zusatzleistungen entscheiden zu können, anstatt ihren Arbeitgeber für sich entscheiden zu lassen. (WTW)

So bleiben Mitarbeiter motiviert

Professioneller und gut ausgestatteter Arbeitsplatz. Ein aufgeräumtes und modernes Arbeitsumfeld sollte ein Muss sein, denn Mitarbeiter sind in einem organisierten Umfeld wesentlich produktiver als an einem überladenen und unordentlichen Arbeitsplatz. Außerdem können qualitativ hochwertige Geräte und Tools die Arbeit vereinfachen. Ausreichend Parkplätze, Pausenräume und Raucherzonen tragen zusätzlich dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter wohl fühlen.

Remote Work. Die Möglichkeit remote zu arbeiten (z.B. im Home-Office) wird von vielen Mitarbeitern gewünscht, aber noch lange nicht alle Arbeitgeber bieten sie auch an. Remote Work könnte sich aber durchaus positiv auf die Produktivität eines Teams auswirken. Da mittlerweile eine stabile Internetverbindung gewährleistet werden kann und fortschrittliche Tools für das Projektmanagement und die Teamzusammenarbeit zur Verfügung stehen, bereitet Heimarbeit keine Probleme mehr.

Offene Kommunikation. Soweit möglich, ist es empfehlenswert, eine Open-Door-Policy zu verfolgen, in der offene und ehrliche Gespräche gefördert und Mitarbeiter dazu angehalten werden, Probleme zu kommunizieren. Gleichzeitig sollten Teamleiter und Manager dazu angehalten werden, konstruktive Kritik aber auch positives Feedback zu geben und sich um Konfliktlösungen zu bemühen.

Gehalt. Finanzielle Zulagen erweisen sich natürlich als großer Anreiz, um Mitarbeiter motiviert und loyal zu halten. Viele Unternehmen bieten jedoch immer noch zu niedrige Gehälter oder keine Chancen auf Gehaltssteigerungen. Wenn man jedoch an die Kosten denkt, die unmotivierte Mitarbeiter und Fluktuation verursachen, kann es tatsächlich günstiger sein, mehr in die derzeitigen Mitarbeiter zu investieren. Sollte eine Gehaltserhöhung aus finanziellen Gründen nicht möglich sein, ist Ehrlichkeit gefragt. Es ist jedoch zu bedenken, dass niedrige Gehälter ein Hauptgrund für Arbeitsplatzwechsel sind und kleine Gehaltserhöhung oft schon ausreichen, um Mitarbeiter zu halten.

Ausbildung. Neuen Mitarbeitern sollte immer die Möglichkeit gegeben werden, sich im Zuge eines Onboarding-Prozesses auf ihre Position vorzubereiten und einzuarbeiten. Vielen Mitarbeitern ist es schlichtweg wichtig, gut in ihrem Job zu sein. Eine strukturierte Einlernphase und regelmäßige Weiterbildungen tragen maßgeblich dazu bei. Wer das Gefühl hat, wirklich einen Beitrag zu leisten, arbeitet wesentlich motivierter und besser.

Aufstiegsmöglichkeiten. Wenn möglich, sollten gute Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens auch befördert werden, um deren harte Arbeit und Loyalität zu belohnen. Schafft ein Unternehmen Raum für Wachstum, sind auch die Angestellten motiviert, Aufstiegschancen wahrzunehmen.

Anerkennung. Ein häufiges Problem in Unternehmen ist die unverhältnismäßige Ausübung von positiver und negativer Kritik. Während an letzterer oft nicht gegeizt wird, zeigt sich erstere auffällig selten. Dabei ist es für Mitarbeiter ausgesprochen wichtig, dass ihre Anstrengungen und die positiven Ergebnisse wahrgenommen und anerkannt werden. Spezielle Events um größere Erfolge zu feiern oder ein einfaches Lob im nächsten Meeting – positives Feedback dieser Art zeugt von Wertschätzung und Respekt. Dies wird sich auch weiterhin in der Arbeitsweise des Mitarbeiters widerspiegeln.

Zusätzliche Benefits. Wertschätzung lässt sich auch durch ein Angebot zusätzlicher Leistungen zeigen:

  • betriebliche Altersvorsorge
  • Jobticket
  • Kreditkartenboni
  • Essenzuschüsse
  • Mitgliedschaft im Fitnessstudio
  • etc.

Wenn möglich, sollten Mitarbeiter ihre Benefits selbst aus einer Liste auswählen können.


Motivation-Keywords auf einen Blick

  • respektvoller Umgang
  • flache Hierarchien
  • Anerkennung und Wertschätzung
  • Schulungen und Fortbildungen
  • Aufstiegsmöglichkeiten
  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Benefits
  • flexible Arbeitszeiten
  • Kommunikationsförderung
  • realistische Erwartungshaltung
  • Transparenz

  • Die Mitarbeiter sind das größte Kapital eines Unternehmens, doch viele Unternehmer scheinen sich dessen nicht bewusst zu sein. Wer nur die besten Mitarbeiter anziehen (und auch behalten) will, muss sicherstellen, auch selbst ein guter Arbeitgeber für seine Angestellten zu sein.

    Die gute Nachricht ist, dass es einige Möglichkeiten dafür gibt, Mitarbeiter motiviert zu halten. Über die besten Voraussetzungen verfügt, wer ein aktives Interesse an den Menschen hat, die für ihn arbeiten. Mit ein wenig Einsatz und Investment kann sich jedes Unternehmen durch eine zufriedene und produktive Belegschaft auszeichnen.

    Im Grunde genommen ist es ziemlich einfach: manus manum lavat – eine Hand wäscht die andere!

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    Lena Wimmer
    Über den Autor:
    Lena Wimmer ist Product Marketing Manager bei Stackfield. Sie begeistert sich für die amerikanische Literaturgeschichte, aussagekräftigen Content und Kinematographie.
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